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Das Kaninchen

Das Wildkaninchen

Das Wildkaninchen gehört zur Gattung der Oryctolagus und ist damit die einzige Art innerhalb der Familie der Hasen. Damit ist es die Stammform für das Hauskaninchen, wie wir es in Deutschland kennen. Es gibt aber trotz derselben Familie keine Kreuzungen mit Hasen, da Kaninchen und Hasen unterschiedliche Chromosonanzahlen haben.

Wenn Sie Wildkaninchen beobachten, wenn Sie fressen, werden Sie sehen, dass sie immer in großen Gruppen/Familien zusammenleben. Daher kann man schon daraus ableiten, dass auch das Haustierkaninchen nicht allein gehalten werden darf. Ein Kaninchen will nie alleine leben, sondern sucht sich einen festen Partner fürs Leben. So sollten wir es auch in der Haltung der Kaninchen machen.

Details zum Wildkaninchen

Das Wildkaninchen hat ein graubraunes Fell und ist im Nacken braun bis rostrot. Es ist kleiner als ein Feldhase und hat daher auch kleinere Ohren, die ca. 6 bis 8 cm groß werden. Auch die Hinterläufer sind kleiner und auf Grund der kleineren Größe wiegt es auch weniger und kommt etwa auf 1,3 bis 2,2 kg. Der Schwanz wird etwa 4 bis 7 cm lang. Wildkaninchen werden im Schnitt etwa 2 Jahre alt, während unser Hauskaninchen ca. 10 Jahre alt wird.

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Lebensraum

WildkaninchenUrsprünglich stammt das Wildkaninchen von der iberischen Halbinsel, Südfrankreich und Nordafrika. Mittlerweile ist es aber fast auf der ganzen Welt vorzufinden. In den vielen Jahrhunderten wurden Wildkaninchen auf verschiedenen Kontinenten und Inseln ausgesetzt, damit sie dort als Nahrungslieferant sich verbreiten konnten. In Australien hatten sie aber z. B. keine natürlichen Feinde, so dass sie sich dort sehr gut fortpflanzen konnten und daher zu einer Plage wurden. Übliche Schutzmaßnahmen, wie Zäune, aber auch Gift und Jagen konnten in Australien den Vormarsch der Wildkaninchen nicht stoppen. 1951 setzte man daher auf drastische Maßnahmen und versuchte mit dem Myxomatosevirus die Wildkaninchen auszurotten. Allerdings haben die Kaninchen nach etwa 20 Jahren eine Resistenz gegen das Virus entwickelt. Somit sind sie weiterhin in Australien sesshaft. Nach Deutschland kamen die Wildkaninchen in der frühen Neuzeit. Lediglich in Teilen Skandinaviens und in Island gibt es keine Wildkaninchen.

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Lebensweise

Wildkaninchen leben in großen Familienverbänden bzw. Gruppen. Innerhalb einer solchen Gruppe gibt es klare Rangordnungen. Gemeinsam legen sie unterirdische Baue an, die als Schutz vor Feinden und Kälte dienen. Ranghohe Kaninchen leben dabei tief im Bau, während rangniedrige Kaninchen in den Außenbereichen leben. Das Revier der Gruppe liegt dabei um den Bau herum und wird durch Kot und Urin markiert. Vor allem abends sieht man Wildkaninchen im Gras herumhoppeln und fressen. Sie bewegen sich dabei nicht weit von ihrem Bau, so dass sie bei Gefahr schnell in ihrer Schutzhöhle verschwinden können. Damit dies schnell funktioniert gibt es mehr Eingänge als Kaninchen, so dass es zu keinem Gedrängel kommen kann. Kaninchen sind sehr familientreue Tiere und bleiben fast ihr ganzes Leben in ihrer Gruppe. Rammler werden aber nach dem Erreichen der Geschlechtsreife sofort vertrieben. Diese suchen sich eine neue Kaninchenfamilie. Kaninchen leben nie alleine. Es gibt zwar immer wieder Kämpfe innerhalb der Gruppe, um Rangpositionen oder Weibchen, aber auch Kämpfe gegen andere Kaninchengruppen, um das eigene Revier zu verteidigen. Wenn sich ein Rammler und ein Weibchen gefunden haben, leben diese zusammen und schlafen auch im Bau zusammen. Das Weibchen nimmt es mit der Treue genauer als der Rammler. Weibchen verjagen andere Rammler, während der Rammler auch zu anderen Weibchen geht. Den Schlafplatz im Bau bestimmt das Weibchen durch seine Rangordnung. Es kann dabei vorkommen, dass das Weibchen als ranghöchstes Tier der Gruppe tief im Bau mit dem rangniedrigsten Rammler schläft. Der Rang der Rammler gilt nur innerhalb der Rammler und hat einen anderen Hintergrund.

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Futter der Wildkaninchen

Wildkaninchen sind genau wie Hauskaninchen reine Pflanzenfresser. Sie ernähren sich vor allem von Gräsern, Blättern, Blumen, Kräutern, Zweige und Rinde. Morgens und abends kann man sie auf den Wiesen, auf den Feldern oder auch im Garten sehen. Da Wildkaninchen sehr anpassungsfähig sind, findet man sie nahezu überall in Deutschland. Sie sind dabei nicht sehr wählerisch und fressen, was sie vorfinden. So kann es auch Bauern passieren, dass ihre Ernte von Wildkaninchen geplündert wird.

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