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Das Kaninchen

Anatomie beim Kaninchen

Hier erklären wir Ihnen, wie das Skelett von Ihren Kaninchen aufgebaut ist. Auch wie das Gebiss von einem Kaninchen aussieht und welche Unterschiede es zum Nagetier hat. Wussten Sie, dass die Schneidezähne mit 0,3 bis 0,5 mm pro Tag nachwachsen? Das erklärt den starken Nagetrieb von den Kaninchen, damit Sie Ihre Schneidezähne wieder abschleifen. Auch warum Kaninchen permanent was zum Fressen benötigen erklären wir hier. Wenn Sie erst einmal Ihr Kaninchen richtig kennen und wissen, wie der Organismus von Ihrem Kaninchen funktioniert, können Sie Ihr Kaninchen besser verstehen und noch besser auf seine Bedürfnisse eingehen.

Grundfakten Kaninchen

  • Körpertemperatur 38,5 - 40°C
  • Atemfrequenz 50-150/min
  • Herzfrequenz 120-150/min
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Skelett

Durch die Verspannung von Wirbel zu Wirbel gibt die Rumpfwirbelsäule der Brust und dem Rücken Halt. Sie besteht aus 7 Lendenwirbeln und 13 Brustwirbeln, die durch seitliche Gelenke mit den Rippen verbunden sind. Ihnen folgen 4 Kreuzbeinwirbel und 16 Schwanzwirbel.

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Gebiss

KaninchenschädelDas Kaninchen hat insgesamt 28 Zähne. 22 davon sind Backzähne, wovon 6 jeweils auf jeder Seite im Oberkiefer und 5 jeweils auf jeder Seite im Unterkiefer liegen. Im Ober-und Unterkiefer hat es vorne jeweils 2 Schneidezähne, die auch von außen meist gut sichtbar sind. Im Oberkiefer hat es zudem noch 2 Stiftzähne hinter den Schneidezähne liegen. Diese Stiftzähne haben Nagetiere nicht, weshalb sich Kaninchen schon dadurch von den Nagetieren unterscheiden. Das Besondere der Schneidezähne ist, dass sie nachwachsen. Dies geschieht mit einer ordentlichen Geschwindigkeit von 0,3 bis 0,5 mm pro Tag. Daher müssen Kaninchen viel Nagen, damit die Schneidezähne nicht zu lang werden und es dadurch schmerzhaft für das Kaninchen wird. Wenn das Kaninchen die Schnauze geschlossen hat, liegen die unteren Schneidezähne hinter den oberen Schneidezähnen auf den dahinter liegenden Stiftzähnen.

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Verdauung

Bevor das Kaninchen mit der Verdauung von Fressen beginnt, zerkleinert es erst die Nahrung mit den Zähnen. Mit den Schneidezähnen wird das Futter grob und mit den Backenzähnen fein zerkleinert. Durch den Speichel im Maul wird das Futter eingespeichelt. Danach gelangt es in den Magen. Der Magen beim Kaninchen hat eine geringe Muskulatur. Durch Enzyme wird das Futter aufgespalten und übereinander geschichtet, was etwa 1 bis 7 Stunden dauert. Danach gelangt es in den Zwölffingerdarm, der beim Kaninchen ca. 12 cm lang ist. Dort liegen auch der Gallengang und der Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse. Auch der Darm hat nur eine geringe Muskulatur und wird deshalb Stopfdarm genannt. Beim Stopfdarm wird der zu verdauende Futterbrei nicht durch Muskeln weitertransportiert, sondern durch nachkommenden Futterbrei weitergestopft. Daher muss das Kaninchen permanent fressen, damit die Verdauung funktioniert. Durch die geringe Muskulatur im Magen kann das Kaninchen auch nicht erbrechen.

Nach dem Zwölffingerdarm gelangt der Futterbrei erst in den Leerdarm und dann in den Krummdarm, wo der Futterbrei erneut durch Enzyme aufgespalten wird, so dass gelöste Teile vom Futterbrei verdaut werden können. Anschließend gelangt der Futterbrei in den Dickdarm. Dort sind Bakterien vorhanden, die für die Aufspaltung und Bildung von Vitaminen sehr wichtig sind. Auch der Blinddarmkot wird hier produziert, den das Kaninchen direkt am Anus wieder aufnimmt. Im Dickdarm wird Wasser entzogen und Nährstoffe aufgenommen.

Insgesamt kann die Verdauung vom Futter 5 bis 7 Tage dauern.

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Nervensystem

Das Zentralorgan für das Nervensystem wird durch Gehirn und Rückenmark gebildet. Es sorgt für eine geordnete Tätigkeit und dass der Magen-Darm-Trakt, das Herz, die Drüsen und die Muskeln funktionieren. Sollte das Zentralorgan oder eine Nervenleitung beschädigt werden, führt dies zu schweren Störungen im Körperhaushalt.

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Krallen

Genau wie beim Menschen die Fingernägel nachwachsen, wachsen auch beim Kaninchen die Krallen nach. Daher müssen die Krallen regelmäßig geschnitten werden. Tut man dies nicht, werden die Krallen krumm und das wird schmerzhaft für das Kaninchen. Dazu kann es dann nicht mehr vernünftig auftreten. Bei einigen Kaninchenrassen sind die Krallen farblos und bei anderen hornfarbig. Nicht immer ist zu erkennen, wo die Kralle aufhört und die Pfote beginnt. Wenn Sie sich unsicher sind, sollten Sie das Ganze vom Tierarzt erledigen lassen. Diese bieten es ohnehin bei jeder Untersuchung an. Ansonsten können Sie es mit einer Krallenschere selber schnell erledigen. Mehr dazu unter Pflege.

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